Als wir im Reiseführer von dem kleinen Aussteigerdorf ohne Straßenanschluss, Strom und Wasser lasen, war klar, dass wir dort hinmussten. Zu erreichen ist Cabo Polonio, das mitten in einem Landschaftsschutzgebiet liegt, nur mittels Geländefahrzeugen, die einen durch die berühmten Wanderdünen bringen. Der erste Eindruck, den wir von der Ortschaft hatten war überwältigend: kleine windschiefe, selbst zusammen gezimmerte Häuschen und Hütten, die planlos angeordnet auf den grasig-sandigen Hügeln stehen, ohne durch Straßen und Wege verbunden zu sein. Es scheint, als ob hier die Zeit stehen geblieben wäre.
Auf den zweiten Blick erkennt man jedoch schon, dass Cabo Polonio zu einem beliebten Wochenendausflugsziel geworden ist. Die Zeiten, in denen das Dorf ein reiner Aussteiger- und Fischerort gewesen ist, sind leider vorüber. Nur mehr wenige echte „Hippies“ sind übrig geblieben. (Die Bezeichnung Hippie wird hier in Südamerika für alle alternativen Aussteigertypen verwendet und ist eigentlich eine zeitgemäße Weiterentwicklung der Hippiekultur, wie wir sie in Europa kennen. Es sind also keine 60jährigen, vollbärtigen Althippies, sondern einfach gemütliche Leute, die etwas „anders“ sind. Wir fallen also auch in diese Sparte…)
Campen ist in Polonio eigentlich verboten. Es hat sich allerdings ca. 1 ½ km außerhalb der Ortschaft, entlang eines Baches in den Dünen eine kleine Zeltstadt entwickelt. Hier gibt es vom eingefleischten fasteinheimischen Dauercamper bis zum Wochenendabenteurer alles. In dieser „Stadt“ haben wir das echte Cabo Polonio gefunden. Gemütliche Leute, große Lagerfeuer, Musik und Gesang, gemeinsames Muschelsuchen und –essen und nicht zu vergessen SAND!!!! Den hast du überall: in den Haaren, in den Ohren, im Zelt, im Schlafsack, im Kocher, im Essen und sogar der Cafe ist „crunchy“! Mit unseren neuen Freunden Nacho und Belen (kurzfristig auch Pablo) haben wir hier wirklich schöne und unvergessliche eineinhalb Wochen verbracht. Besonders Kevin hat mit Nacho einen Seelenfreund gefunden. Obwohl Nachos Englisch nicht so gut war und Kevins Spanisch noch schlechter, verstanden sich die beiden beim Feuerholzsammeln, Muschelnsuchen, Felsenkraxeln, Tierwelt erkunden und Lobos (Seelöwen) streicheln hervorragend. Man braucht nicht immer große Worte um sich zu verstehen…
Wie schon erwähnt gibt es in Polonio auch eine der größten Seelöwenkolonien in Südamerika. Wenn man hier zwischen den Felsen spazieren geht kommt man sich fast so vor, als ginge man mitten durch das Gehege im Zoo. Diese putzigen, bis zu 300kg schweren Kolosse, die immer wieder zwischen den Felsen auftauchen, können mit ihren Reißzähnen schon ganz schön gefährlich werden. Wenn man sie aber zufällig bei einem Mittagsschlaf überrascht, kann es sein, dass sie zu faul sind um aggressiv zu werden. Und man kann sie, wenn man sich traut und ein bisschen wagemutig ist, auch streicheln. Kuscheln war uns dann doch zu gefährlich.
Nach eineinhalb Wochen im Sandkasten in der prallen Sonne (natürlichen Schatten gibt es praktisch keinen, wenn man welchen will, muss man ihn sich selber machen) verabschiedeten wir uns schweren Herzens von der kommerzialisierten Hippiekommune, die wir doch so lieb gewonnen hatten, sagten den Kühen am Strand noch good bye und zogen weiter Richtung Norden nach Punta del Diablo.
Dort bekamen wir gleich einmal einen Zivilisationsschock - Ein Campingplatz mit 200x500 Metern und ca. 400 Bewohnern von denen jeder mindestens einen Radio und einen Halogenstrahler mithatte. Der Ort selbst ist ganz gemütlich, jedoch merkt man, dass Hauptsaison ist und dass Punta del Diabolo im Moment eines der In-Ziele ist. Nach 2 Tagen der Ausrüstungspflege (und Entsandung) verließen wir diesen Ort also wieder und legten noch kurz einen Zwischenstopp in La Paloma ein.
Zum einen, um unsere Homepage wieder aktualisieren zu können (gutes Internetcafe), zum anderen, um unsere beiden Freundinnen Juliana und Beta noch einmal wieder zu sehen. Hier bleiben wir noch bis morgen und ziehen dann weiter ins Landesinnere nach Paso de los Toros…
Sonntag, 14. Jänner 2007
Silvester in La Pedrera!
Wenn man unterwegs ist muss man flexibel sein. Den Plan bis nach Cabo Polonio zu marschieren mussten wir bald aufgeben, da der Sand, der in La Paloma noch sehr solide war weiter außerhalb immer weicher wurde. Außerdem war unser Gepäck mit dem ganzen Trinkwasser, das wir mittragen mussten einfach zu schwer. Nach einem anstrengenden Marsch erreichten wir die nächste Ortschaft – La Pedrera, ein kleines Nest, das nicht einmal im Reiseführer erwähnt ist. Wir waren müde, die Leute dort waren gemütlich und es gab einen Campingplatz, also blieben wir.
La Pedrera ist ein kleines Surferdorf mit gerade einmal 2 asphaltierten Straßen, einer Kirche, die kleiner ist als der Surfershop nebenan (der wohlgemerkt auch nicht sonderlich groß ist) und vielen ausgeflippten, relaxten Travellern und Surfern.
Am 30.12. lernten wir dann auch noch zwei Österreicherinnen kennen, die schon seit Oktober in Südamerika unterwegs sind. Lisi und Eva (aus der Gegend um Attnang) haben für ein paar Wochen in einem Kinderdorf in Chile gearbeitet und sind jetzt (nach Chile und Argentinien) unterwegs nach Lima.
Froh uns endlich wieder mal auf Deutsch austauschen zu können, haben wir uns am Abend auf ein „Gläschen“ Wein bei uns am Lagerfeuer zusammengesetzt. Wir machten auch gleich aus Silvester gemeinsam mit einer großen Grillerei zu feiern. Da das „Gläschen“ Wein etwas ausartete, fiel Silvester dafür umso antialkoholischer und kürzer als sonst aus. Das Asado war dafür echt genial.
Wir blieben noch bis 2. Jänner in La Pedrera und fuhren dann mit dem Bus weiter nach Cabo Polonio.
La Pedrera ist ein kleines Surferdorf mit gerade einmal 2 asphaltierten Straßen, einer Kirche, die kleiner ist als der Surfershop nebenan (der wohlgemerkt auch nicht sonderlich groß ist) und vielen ausgeflippten, relaxten Travellern und Surfern.
Am 30.12. lernten wir dann auch noch zwei Österreicherinnen kennen, die schon seit Oktober in Südamerika unterwegs sind. Lisi und Eva (aus der Gegend um Attnang) haben für ein paar Wochen in einem Kinderdorf in Chile gearbeitet und sind jetzt (nach Chile und Argentinien) unterwegs nach Lima.
Froh uns endlich wieder mal auf Deutsch austauschen zu können, haben wir uns am Abend auf ein „Gläschen“ Wein bei uns am Lagerfeuer zusammengesetzt. Wir machten auch gleich aus Silvester gemeinsam mit einer großen Grillerei zu feiern. Da das „Gläschen“ Wein etwas ausartete, fiel Silvester dafür umso antialkoholischer und kürzer als sonst aus. Das Asado war dafür echt genial.
Wir blieben noch bis 2. Jänner in La Pedrera und fuhren dann mit dem Bus weiter nach Cabo Polonio.
Samstag, 13. Jänner 2007
Weihnachten!
Wir haben Weihnachten (fast) wie geplant in La Paloma gefeiert! Nur alleine waren wir nicht. Marita hat am Weg zur Dusche zwei Uruguayerinnen kennengelernt und so haben wir spontan beschlossen Weihnachten gemeinsam zu feiern! Juliana (18) und ihre Mutter Beta (?) arbeiten momentan hier in La Paloma und haben sich als Dauercamper auf unserem Campingplatz eingenistet! Sie haben uns sofort ins Herz geschlossen und über Weihnachten als Ersatzfamilie adoptiert! Am 24. sind wir noch groß Futter kaufen gegangen und haben am Abend ein richtig großes Asado (Grillfest) veranstaltet!
Zu Mitternacht wurde wie bei uns zu Silvester der Countdown gezählt und ein Feuerwerk abgeschossen! Nichts da mit "Stille Nacht" - Party all night long!!!!! Auch irgendwie eine schöne Art Weihnachten zu feiern!
Am 27.12. haben wir schweren Herzens Abschied von unserer Weihnachtsfamilie genommen - mit dem Plan zu Fuß über den Strand ins 50km entfernte Cabo Polonio zu gehen.....
Zu Mitternacht wurde wie bei uns zu Silvester der Countdown gezählt und ein Feuerwerk abgeschossen! Nichts da mit "Stille Nacht" - Party all night long!!!!! Auch irgendwie eine schöne Art Weihnachten zu feiern!
Am 27.12. haben wir schweren Herzens Abschied von unserer Weihnachtsfamilie genommen - mit dem Plan zu Fuß über den Strand ins 50km entfernte Cabo Polonio zu gehen.....
Sonntag, 24. Dezember 2006
Feliz Navidad!
Hier in La Paloma könnte man fast vergessen, dass heute schon Weihnachten ist. Man sieht nirgends Weihnachtsschmuck und hört auch keine Weihnachtslieder im Radio. Der Rummel geht voll an uns vorbei - irgendwie angenehm...
Das Wetter war in den letzten Tagen nicht so toll. Es hat oft geregnet und wenn es hier regnet, dann richtig! Gestern auf der Hafenmauer hatte es ca. 150km/h Wind und das Wasser kam waagrecht daher! Von den 2stöckigen Wellen ganz zu schweigen. Aber was müssen wir auch bei so einem Wetter fischen gehen!?!
Weihnachten feiern wir ganz entspannt. Wir werden jetzt dann noch einkaufen gehen und dann am Campingplatz ein großes "asado" veranstalten (Grillerei) - so richtig, in der Badehose mit einem Bier in der Hand und Bob Marley im Radio... Ein typisches Weihnachtsessen eben.
Wir wünschen euch allen ein fröhliches Weihnachtsfest. Feiert recht schön im grünen - Wir werden uns heute abend noch mit einer Flasche Wein an den weißen Sandstrand setzen...
Nicht bös gemeint *zwinker*
Das Wetter war in den letzten Tagen nicht so toll. Es hat oft geregnet und wenn es hier regnet, dann richtig! Gestern auf der Hafenmauer hatte es ca. 150km/h Wind und das Wasser kam waagrecht daher! Von den 2stöckigen Wellen ganz zu schweigen. Aber was müssen wir auch bei so einem Wetter fischen gehen!?!
Weihnachten feiern wir ganz entspannt. Wir werden jetzt dann noch einkaufen gehen und dann am Campingplatz ein großes "asado" veranstalten (Grillerei) - so richtig, in der Badehose mit einem Bier in der Hand und Bob Marley im Radio... Ein typisches Weihnachtsessen eben.
Wir wünschen euch allen ein fröhliches Weihnachtsfest. Feiert recht schön im grünen - Wir werden uns heute abend noch mit einer Flasche Wein an den weißen Sandstrand setzen...
Nicht bös gemeint *zwinker*
Mittwoch, 20. Dezember 2006
La Paloma...
Am Freitag sind wir mit Walter nach Punta del Este gefahren. Das mit dem Campingplatz ist leider nichts geworden und so mussten wir in einer überteuerten, nicht sehr sauberen Jugendherberge absteigen.
In Punta del Este trifft sich die High-society von Südamerika. Wenn du nicht dort bist, bist du entweder out oder pleite. Für uns trifft eher zweiteres zu und darum mussten wir diese eigentlich sehr schöne Stadt am Sonntag schon wieder verlassen. Ausserdem brauchten wir etwas Natur und Ruhe und nicht schon wieder die Hektik einer großen Stadt....
Walter hat sich an diesem Wochenende wirklich toll um uns gekümmert und uns Punta del Este und Umgebung gezeigt. Wir waren auch bei seiner Farm, die in einem Eukalyptuswald steht und auf deren Wiesen Ponys grasen, Hunde spielen und sich eine Katze im Schatten eines imposanten Hibibiskusstrauches räkelt.... Ein wunderschöner Flecken Erde mit einer ganz besonderen Atmosphäre.
Seit Sonntag sind wir nun in La Paloma. Ein Fischer- und Surferstädtchen nach unserem Geschmack! Wir haben hier einen günstigen Campingplatz gefunden und schaffen es nun auch endlich innerhalb unseres Budgets zu reisen. Die Stimmung hier ist sehr entspannt. Es ist eindeutig noch Vorsaison, jeder grüßt dich auf der Strasse und sogar Autofahrer winken oder hupen dir freundlich zu. Fische gibt es (siehe Fotos) auch ganz "nette"! Einen der beiden Corvinas haben wir hergeschenkt, den anderen verputzt - Der beste Fisch, den wir je gegessen haben! Das Fleisch ist fest wie bei einem Hühnchen und auch die Gräten kommen auf Hühnerknochen hin. Keine Futzelei, nur purer Fischgenuss! Die Portionen sind etwas größer als normal, aber das ist für uns doch kein Problem...
Wir haben vor noch über Weihnachten hier zu bleiben und dann entlang der Küste weiter nordwärts bis nach Cabo Polonio zu ziehen. Bis dahin geniessen wir hier noch die Annehmlichkeiten eines Campingplatzes und entspannen bis es weh tut... :-)
In Punta del Este trifft sich die High-society von Südamerika. Wenn du nicht dort bist, bist du entweder out oder pleite. Für uns trifft eher zweiteres zu und darum mussten wir diese eigentlich sehr schöne Stadt am Sonntag schon wieder verlassen. Ausserdem brauchten wir etwas Natur und Ruhe und nicht schon wieder die Hektik einer großen Stadt....
Walter hat sich an diesem Wochenende wirklich toll um uns gekümmert und uns Punta del Este und Umgebung gezeigt. Wir waren auch bei seiner Farm, die in einem Eukalyptuswald steht und auf deren Wiesen Ponys grasen, Hunde spielen und sich eine Katze im Schatten eines imposanten Hibibiskusstrauches räkelt.... Ein wunderschöner Flecken Erde mit einer ganz besonderen Atmosphäre.
Seit Sonntag sind wir nun in La Paloma. Ein Fischer- und Surferstädtchen nach unserem Geschmack! Wir haben hier einen günstigen Campingplatz gefunden und schaffen es nun auch endlich innerhalb unseres Budgets zu reisen. Die Stimmung hier ist sehr entspannt. Es ist eindeutig noch Vorsaison, jeder grüßt dich auf der Strasse und sogar Autofahrer winken oder hupen dir freundlich zu. Fische gibt es (siehe Fotos) auch ganz "nette"! Einen der beiden Corvinas haben wir hergeschenkt, den anderen verputzt - Der beste Fisch, den wir je gegessen haben! Das Fleisch ist fest wie bei einem Hühnchen und auch die Gräten kommen auf Hühnerknochen hin. Keine Futzelei, nur purer Fischgenuss! Die Portionen sind etwas größer als normal, aber das ist für uns doch kein Problem...
Wir haben vor noch über Weihnachten hier zu bleiben und dann entlang der Küste weiter nordwärts bis nach Cabo Polonio zu ziehen. Bis dahin geniessen wir hier noch die Annehmlichkeiten eines Campingplatzes und entspannen bis es weh tut... :-)
Donnerstag, 14. Dezember 2006
Die letzten News aus Montevideo!
In den letzten Tagen haben wir Montevideo größtenteils zu Fuß erkundet! Das waren in etwa 40 km bei konstanten 31°C! Ist zwar anstrengend gewesen, aber so sieht man halt am meisten!
Die Stadt ist (für eine Millionenstadt) wirklich traumhaft: durch die vielen Busse die fahren, sind relativ wenig Autos unterwegs und es gibt immer wieder wunderschöne Parks und andere kleine Grünflächen in denen man sich im Schatten ausruhen kann! Und wenn mal irgendwo kein Platz für einen Park war, dann steht da zumindest eine Allee - man ist also immer irgendwie im Grünen! An den Gebäuden erkennt man dass die besten (oder zumindest reichsten) Zeiten von Uruguay vorüber sind. Überall stehen uralte, meist sehr pompöse Bauten, die leider schön langsam an allen Ecken und Enden zu bröckeln anfangen! Es fehlt leider das Geld, diese teils sehr geschichtsträchtigen Gebäude zu erhalten!
Mitten in der Stadt gibt es auch immer wieder Badestrände, die zwar sehr schön sind, nur das Wasser ist im Süden der Stadt leider etwas dreckig. Nachdem Montevideo nicht direkt am Meer liegt sondern am Rio de la Plata, ist das Wasser hier durch den Fluss-Schlamm meist eine braune Suppe! Erst wenn man ein paar km Richtung Norden geht (oder fährt) wird das Wasser salziger und klarer!
Das Wetter ist hier wirklich traumhaft! Ab ca. 11Uhr hat es konstant 31°C und es kühlt erst wieder um ca. 20Uhr auf 25°C ab! In der Nacht hat es dann meistens um die 20°C! Ist doch um einiges besser als in Österreich!!
Die Bevölkerung ist sehr freundlich und vor allem unkompliziert - es geht alles so aus dem Handgelenk….und natürlich etwas langsamer! Man erkennt gerade hier in Montevideo sehr stark den südeuropäischen Einschlag: Viel Kaffee, Pizza, Pasta,…. und vor allem: Einfach gutes Essen!!!!!!!! In schwedischen Supermärkten fanden wir ekelhaftere und seltsamere Sachen als hier! Dieses Land hat eine Esskultur - da könnte sich so manches europäisches Land noch einiges abschauen!
Vorgestern haben wir uns mit Walter (einem Mühlviertler Auswanderer) getroffen! Wir hatten zwar schon von Österreich aus telephonischen Kontakt mit ihm, aber irgendwie war es von dort aus leichter! Die uruguayischen Telephonzellen haben so ihre Macken und wir unsere Probleme mit ihnen! Aber das ist eine längere Geschichte…..
Walter hat uns jedenfalls gleich unter seine Fittiche genommen und uns die Stadt gezeigt!
Nachdem wir immer Probleme mit der Kontaktaufnahme mit Walter gehabt haben, haben wir uns gestern ein uruguayisches Prepaid-Handy besorgt! So kann uns Walter immer erreichen und wir können im Notfall auch hier in Südamerika telephonieren!
Am Freitag fährt Walter zu seinem zweiten Haus in Punta del Este und hat uns angeboten, uns mitzunehmen und bei einem günstigen Campingplatz abzusetzen!
Ich hoffe dass wir uns von dort aus bald wieder melden können, wenn auch sicher nicht mehr gratis und vom Balkon aus!
Wir freuen uns schon auf ein wenig Ruhe: glasklares Wasser, Strand, Palmen,…
Endlich mal einfach nur ausspannen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Die Stadt ist (für eine Millionenstadt) wirklich traumhaft: durch die vielen Busse die fahren, sind relativ wenig Autos unterwegs und es gibt immer wieder wunderschöne Parks und andere kleine Grünflächen in denen man sich im Schatten ausruhen kann! Und wenn mal irgendwo kein Platz für einen Park war, dann steht da zumindest eine Allee - man ist also immer irgendwie im Grünen! An den Gebäuden erkennt man dass die besten (oder zumindest reichsten) Zeiten von Uruguay vorüber sind. Überall stehen uralte, meist sehr pompöse Bauten, die leider schön langsam an allen Ecken und Enden zu bröckeln anfangen! Es fehlt leider das Geld, diese teils sehr geschichtsträchtigen Gebäude zu erhalten!
Mitten in der Stadt gibt es auch immer wieder Badestrände, die zwar sehr schön sind, nur das Wasser ist im Süden der Stadt leider etwas dreckig. Nachdem Montevideo nicht direkt am Meer liegt sondern am Rio de la Plata, ist das Wasser hier durch den Fluss-Schlamm meist eine braune Suppe! Erst wenn man ein paar km Richtung Norden geht (oder fährt) wird das Wasser salziger und klarer!
Das Wetter ist hier wirklich traumhaft! Ab ca. 11Uhr hat es konstant 31°C und es kühlt erst wieder um ca. 20Uhr auf 25°C ab! In der Nacht hat es dann meistens um die 20°C! Ist doch um einiges besser als in Österreich!!
Die Bevölkerung ist sehr freundlich und vor allem unkompliziert - es geht alles so aus dem Handgelenk….und natürlich etwas langsamer! Man erkennt gerade hier in Montevideo sehr stark den südeuropäischen Einschlag: Viel Kaffee, Pizza, Pasta,…. und vor allem: Einfach gutes Essen!!!!!!!! In schwedischen Supermärkten fanden wir ekelhaftere und seltsamere Sachen als hier! Dieses Land hat eine Esskultur - da könnte sich so manches europäisches Land noch einiges abschauen!
Vorgestern haben wir uns mit Walter (einem Mühlviertler Auswanderer) getroffen! Wir hatten zwar schon von Österreich aus telephonischen Kontakt mit ihm, aber irgendwie war es von dort aus leichter! Die uruguayischen Telephonzellen haben so ihre Macken und wir unsere Probleme mit ihnen! Aber das ist eine längere Geschichte…..
Walter hat uns jedenfalls gleich unter seine Fittiche genommen und uns die Stadt gezeigt!
Nachdem wir immer Probleme mit der Kontaktaufnahme mit Walter gehabt haben, haben wir uns gestern ein uruguayisches Prepaid-Handy besorgt! So kann uns Walter immer erreichen und wir können im Notfall auch hier in Südamerika telephonieren!
Am Freitag fährt Walter zu seinem zweiten Haus in Punta del Este und hat uns angeboten, uns mitzunehmen und bei einem günstigen Campingplatz abzusetzen!
Ich hoffe dass wir uns von dort aus bald wieder melden können, wenn auch sicher nicht mehr gratis und vom Balkon aus!
Wir freuen uns schon auf ein wenig Ruhe: glasklares Wasser, Strand, Palmen,…
Endlich mal einfach nur ausspannen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Montag, 11. Dezember 2006
Erste News aus Montevideo!
Endlich unterwegs! Wir sind Samstag um ca. 19 Uhr in Wien weggeflogen. Und was wäre eine Reise, wenn alles reibungslos funktionieren würde…Beim einchecken bekamen wir gleich einmal eine verpasst – Nach ausgiebiger Betrachtung unserer Tickets meinte die Dame am Schalter: „Ich kann sie leider nicht einchecken!“ Uns ist mal gleich das Herz in die Hose gerutscht. Wir durften nicht fliegen, weil wir keine Rückflug- oder Weiterreisebestätigung hatten, sondern nur ein oneway-Ticket. Also mussten wir spontan am Flughafen noch ein Ticket nachkaufen. Jetzt haben wir ein Flugticket nach Santiago de Chile am 30. Dezember um 500€, das wir eigentlich nicht brauchen. Aber höchstwahrscheinlich können wir es uns refundieren lassen. Das werden wir in den nächsten Tagen in Erfahrung bringen.
Der Flug war dann lang aber unproblematisch und wir sind heil am Sonntagvormittag in Montevideo (Uruguay) angekommen.
Das was wir inzwischen von Uruguay bzw. Montevideo gesehen haben ist wunderschön. Ein Land das schwer zu beschreiben ist. Es vermischen sich unterschiedliche Elemente: spanischer Kolonialstil gepaart mit westlichem Flair und das gemischt mit arabisch anmutender Gemütlichkeit und Ruhe. Also ein Land in dem wir uns wohlfühlen. Das Wetter ist traumhaft: 30 Grad bei strahlendem Sonnenschein (und dabei ist hier erst Frühsommer)
Auch das Hotel, das wir hier gefunden haben ist toll. Ein Altbauzimmer mit hohen Räumen, deckenhohen Türen, Parkettboden und eigenem Bad. Wir haben auch 2 Balkone mit Blick auf das Leben von Montevideo. Auch ein unverschlüsseltes Netzwerk haben wir hier gefunden und können so jetzt gratis von unserem Balkon aus im Internet surfen, Mails verschicken und telefonieren. Die ersten Fotos könnten aber noch etwas dauern, da die Verbindung zu schwach ist um große Datenmengen upzuloaden. Und das letzte Internetcafe in dem wir waren hatte nicht mal einen USB-Anschluss. Naja, möge das Abenteuer beginnen – wir kriegen das schon hin.
Wir werden jetzt noch ein paar Tage in Montevideo bleiben und dann weiter Richtung Norden (Punta del Diabolo bzw. Cabo Polonio) ziehen. Weiter reicht der Plan noch nicht und das ist gut so. So bleiben wir offen für alle Eventualitäten.
Der Flug war dann lang aber unproblematisch und wir sind heil am Sonntagvormittag in Montevideo (Uruguay) angekommen.
Das was wir inzwischen von Uruguay bzw. Montevideo gesehen haben ist wunderschön. Ein Land das schwer zu beschreiben ist. Es vermischen sich unterschiedliche Elemente: spanischer Kolonialstil gepaart mit westlichem Flair und das gemischt mit arabisch anmutender Gemütlichkeit und Ruhe. Also ein Land in dem wir uns wohlfühlen. Das Wetter ist traumhaft: 30 Grad bei strahlendem Sonnenschein (und dabei ist hier erst Frühsommer)
Auch das Hotel, das wir hier gefunden haben ist toll. Ein Altbauzimmer mit hohen Räumen, deckenhohen Türen, Parkettboden und eigenem Bad. Wir haben auch 2 Balkone mit Blick auf das Leben von Montevideo. Auch ein unverschlüsseltes Netzwerk haben wir hier gefunden und können so jetzt gratis von unserem Balkon aus im Internet surfen, Mails verschicken und telefonieren. Die ersten Fotos könnten aber noch etwas dauern, da die Verbindung zu schwach ist um große Datenmengen upzuloaden. Und das letzte Internetcafe in dem wir waren hatte nicht mal einen USB-Anschluss. Naja, möge das Abenteuer beginnen – wir kriegen das schon hin.
Wir werden jetzt noch ein paar Tage in Montevideo bleiben und dann weiter Richtung Norden (Punta del Diabolo bzw. Cabo Polonio) ziehen. Weiter reicht der Plan noch nicht und das ist gut so. So bleiben wir offen für alle Eventualitäten.
Donnerstag, 21. September 2006
Weltreise – Die Vorbereitung:
Ja, ja schön langsam wird es ernst. Nicht mehr lange und wir haben unseren Wohnsitz nicht mehr in Linz, sondern dort, wo unser Zelt steht….
Nur mehr wenige Wochen sind es und es gibt noch unglaublich viel zu tun. Gott sei Dank waren wir aber auch schon die letzten Wochen nicht untätig. Bis auf ein paar Kleinigkeiten haben wir die Ausrüstung beisammen. Sogar ein Probepacken haben wir schon absolviert, um zu testen, ob auch wirklich alles, was wir mitnehmen wollen in unseren beiden Rucksäcken Platz findet.
Als wir die gesamte Ausrüstung auf dem Bett zusammengetragen hatten und sich ein riesiger Berg aus Sachen darauf türmte wollten wir schon stagnieren: So viel Zeug geht NIEMALS in 2 „kleine“ 70l-Rucksäcke!!! Aber man kann ja bekanntlich eine Sache erst dann richtig beurteilen, nachdem man sie ausprobiert hat – Also hieß es: Ran ans Rucksackpacken. Nach 10 Minuten schwitzen, stopfen und staunen, wie viel in unseren neuen Rucksäcken Platz hat standen sie da – voll gepackt und fertig für die Weltreise. 26 kg pro Mann und Nase – unser gesamter Besitz für die nächsten Jahre…..
Wenn man das so sieht, weiß man, dass es jetzt endgültig ernst wird. Die Wohnung ist schon gekündigt, sämtliche sonstigen Verpflichtungen werden abgegeben, alles was einen noch irgendwie in Österreich hält wird in Gedanken für eine Weile verabschiedet.
Man könnte glauben, dass sich bei uns Wehmut breit macht, doch je näher die große Reise rückt desto mehr nimmt der Entdecker in uns das Ruder in die Hand und steuert uns in Richtung Abenteuer. Im Moment weiß ich noch nicht was den Anfang der Reise bestimmen wird, Fernweh oder Heimweh….Aber es dauert ja nicht mehr lange und dann weiß ich es…...
Mehr Infos zum Thema Weltreisevorbereitung findet ihr auf:
http://www.bergzeit.de/magazin/weltreise-planen-vorbereitung/
Nur mehr wenige Wochen sind es und es gibt noch unglaublich viel zu tun. Gott sei Dank waren wir aber auch schon die letzten Wochen nicht untätig. Bis auf ein paar Kleinigkeiten haben wir die Ausrüstung beisammen. Sogar ein Probepacken haben wir schon absolviert, um zu testen, ob auch wirklich alles, was wir mitnehmen wollen in unseren beiden Rucksäcken Platz findet.
Als wir die gesamte Ausrüstung auf dem Bett zusammengetragen hatten und sich ein riesiger Berg aus Sachen darauf türmte wollten wir schon stagnieren: So viel Zeug geht NIEMALS in 2 „kleine“ 70l-Rucksäcke!!! Aber man kann ja bekanntlich eine Sache erst dann richtig beurteilen, nachdem man sie ausprobiert hat – Also hieß es: Ran ans Rucksackpacken. Nach 10 Minuten schwitzen, stopfen und staunen, wie viel in unseren neuen Rucksäcken Platz hat standen sie da – voll gepackt und fertig für die Weltreise. 26 kg pro Mann und Nase – unser gesamter Besitz für die nächsten Jahre…..
Wenn man das so sieht, weiß man, dass es jetzt endgültig ernst wird. Die Wohnung ist schon gekündigt, sämtliche sonstigen Verpflichtungen werden abgegeben, alles was einen noch irgendwie in Österreich hält wird in Gedanken für eine Weile verabschiedet.
Man könnte glauben, dass sich bei uns Wehmut breit macht, doch je näher die große Reise rückt desto mehr nimmt der Entdecker in uns das Ruder in die Hand und steuert uns in Richtung Abenteuer. Im Moment weiß ich noch nicht was den Anfang der Reise bestimmen wird, Fernweh oder Heimweh….Aber es dauert ja nicht mehr lange und dann weiß ich es…...
Mehr Infos zum Thema Weltreisevorbereitung findet ihr auf:
http://www.bergzeit.de/magazin/weltreise-planen-vorbereitung/
Abonnieren
Kommentare (Atom)