Sonntag, 14. November 2010

Nemrut Dagi





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Vom Erciyes Daĝi fuhren wir direkt weiter zum nächsten Berg - dem Nemrut Daĝi. Dieser Gipfel ist mit 2150m zwar bei weitem nicht so hoch wie der Erciyes, aber deshalb nicht weniger spektakulär.
Irgendein größenwahnsinniger König hat hier nämlich im 1. Jhd. v. Chr. am Gipfel des Berges eine 50m hohe künstliche Spitze mit 3 Terrassen aufschütten lassen. Unter diesem Schotterhaufen liegen nun wahrscheinlich die Gräber dieses Königs und ein paar seiner weiblichen Verwandten (- aber keiner hat bisher rein gebuddelt und nachgeschaut...)
Auf den Terrassen selbst stehen gewaltige Statuen bzw. deren Körper. Die Köpfe sind schon lange durch Erdbeben herunter gepurzelt und starren nun ausdruckslos in die Ferne – echt surreal.
Schon allein bei der Anreise kommt man sich in eine andere Realität versetzt vor – so enge Haarnadelkurven und steile Anstiege widersprechen eigentlich sämtlichen Gesetzen der Physik! Wäre unser Auto nur um eine Spur länger hätten wir es nicht bis rauf geschafft. Allein der Parkplatz knapp unter dem tatsächlichen Gipfel hat fast ein Gefälle wie eine Skisprungschanze.
Die letzten paar hundert Meter legten wir dann noch zu Fuß zurück. Oben angekommen ließen wir die mystische Stimmung der Statuen und 2 Meter großen Steinköpfe auf uns wirken...aber nicht all zu lange, da das Wetter zusehends schlechter wurde. Doch der rasche Abstieg half auch nichts mehr – als wir beim Auto ankamen, waren wir patschnass!

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