Freitag, 10. September 2010

Ägypten: Kairo





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Ägypten – endlich mal ein Land in dem wir schon vor der großen Reise einmal waren. Für Marita ist es schon das dritte mal und Kevin war sogar schon vier mal im Land der Pharaonen. Auch wenn wir vorher noch nie in Kairo waren, fühlte es sich ein bisschen wie heimkommen an – der süße Geruch von Wasserpfeiffen, die unmöglich nachzuahmenden HCHR-Laute der arabischen Sprache und die berühmte ägyptische Gastfreundschaft.

Um die „große Stadt“ (ca. 18 Mio. Einwohner) hatten wir bisher einen großen Bogen gemacht, aber da unser Flug hier ankam und wir uns in knapp einer Woche hier mit Maureen (Kevins Schwester) treffen würden, stürzten wir uns diesmal mitten rein in den Großstadtdschungel. Und wir wurden echt positiv überrascht – nach Delhi wirkt Kairo wirklich wie eine saubere, moderne westliche Metropole. So kam es zumindest uns vor... mehr dazu später...

In den fünf Tagen die wir bis zu Maureens Ankunft hatten, kundschafteten wir schon mal die Sehenswürdigkeiten ein wenig aus und nutzten die gute Internetleitung die wir im Hotel hatten um unserem Blog das lange überfällige facelifting zu verpassen.

Am 18. Juli war es dann soweit – nach über 3 1/2 Jahren konnten wir endlich wieder ein Familienmitglied des Koppensteinerclans in die Arme schließen. Maureen hatten wir sogar schon fast 4 Jahre nicht mehr gesehen, da sie bei unserer Abreise gerade auf Auslandssemester in Holland war! Wir waren echt happy unsere kleine Schwester/ beste Freundin wiederzusehen!!!!

Da wir aber nur gut 2 Wochen gemeinsam Zeit hatte mussten wir etwas Gas geben und so starteten wir in Kairo gleich mit dem vollen Sightseeing- Programm. Für Maureen war es die erste Reise außerhalb Europas und deshalb war für sie schon Kairo eine Herausforderung. Es ist echt lustig wie viele Sachen Maureen aufgefallen sind, die wir schon gar nicht mehr sehen, weil es für uns einfach Alltag ist. Zum Beispiel dass die Gehsteige 30cm hoch sind und keine Aufgänge haben oder dass Ampeln reine Ziergegenstände sind, die keiner beachtet. Dass man beim Straßenüberqueren auf seine verkehrsstromteilenden „Mosesmächte“ vertrauen muss und dass einem Ägypter im Gegensatz zu Österreichern einfach sagen wenn ihnen deine Frisur gefällt.


Gleich am Tag nach Maureens Ankunft begannen wir mit dichtem Sightseeing-Programm. Wir wollten ihr einfach so viel wie möglich von diesem faszinierenden Land zeigen. Wir starteten gleich mal mit DEM Highlight eines jeden Ägyptenaufenthalts – den Pyramiden von Giza. Und auf richtige Rucksacknomadenmanier machten wir das Ganze natürlich nicht mit einer Tour, sondern individuell. Wir wussten, dass einer der Stadtbusse direkt zu den Pyramiden fährt, wussten auch, welche Nummer der haben soll, hatten aber Probleme den richtigen zu finden. Unsere arabischen Nummernlesekünste waren nämlich leider so eingerostet, dass wir zum Entziffern viel zu lange brauchten und der Bus nach erfolgreichem Lösen des Nummernrätsels schon lange an uns vorbei war. Also suchten wir aus der Unmenge von Stadtbussen einfach den Sympathischten aus, von dem ein Ägypter meinte, der könnte dort hinfahren, wo wir hin wollen. Mit einmal Umsteigen klappte es auch und wir stiegen direkt vor den Pyramiden aus.

Da die Pyramiden von Giza das absolute Must-See einer jeden Ägyptenreise sind, ist es auch dementsprechend touristisch. Wir entkamen dem Ganzen aber relativ gut, indem wir einfach alle „You want a Camel ride?“ und „Horseride, mister?“ gekonnt ignorierten (in Indien haben wir diese Fähigkeit perfektioniert) und einfach zu Fuß das Riesenareal abstapften. Nachdem wir der Sphinx hallo gesagt hatten marschierten wir einfach ein bisschen raus in die Wüste um einen Gesamtüberblick von den Ruinen zu bekommen. Gott sei Dank sind der Großteil der Touristen solche Herdentiere, dass sie immer zusammen bleiben und man, nur ein bisschen Abseits der Horden seine heilige Ruhe hat. Es fühlte sich fast an, als hätten wir die gesamten Pyramiden nur für uns allein.

Zurück bei den Tourgruppenmassen stellten wir uns dann an, um in eine der Pyramiden reingehen zu können – Wenn wir schon mal da sind, dann wollen wir auch mal sehen, wie diese Riesengräber von innen aussehen. In einem engen Gang geht man gebückt mehrere hundert Meter ins Innere der Pyramide. Es ist stickig, eng, spärlich beleuchtet und drückend heiß...Nicht unbedingt die ideale Umgebung für Klaustrophobiker! Am Ende des langen Ganges kommt man dann endlich in die Grabkammer – einem großen Raum mit einem steinernen Sarkophag, sonst nichts. (Alles was da einmal gewesen ist, ist jetzt im ägyptischen Museum ausgestellt.) Es ist echt ein schräges Gefühl da mitten in dieser Kammer zu stehen und zu wissen, das man mitten in einer der riesigen Pyramiden von Ägypten steht...

Am Tag nach den Pyramiden sahen wir uns dann all die Schätze an, die die Archäologen in ihren Grabräuberfeldzügen erbeutet haben. Das ägyptische Museum ist ein gigantischer Komplex voller Statuen, Hieroglyphen, Mumien, Sarkophagen und allen möglichen Grabbeigaben (von feinstem Goldschmuck über Einrichtungsgegenstände bis hin zu 3000 Jahre altem Brot und Fleisch). Wir wanderten stundenlang durch die riesigen Hallen und sahen nur einen Bruchteil der Ausstellungsstücke. Einfach irre!

Nach 2 Tagen Intensivsightseeing in Kairo gönnten wir unseren müden Fussis aber wieder keine Erholung sondern latschten quer durch die Stadt zum berühmten Khan al-Khalili, dem Touristenbazaar und der angrenzenden islamischen Altstadt mit ihren unzähligen Moscheen und alten Koranschulen. – Wir boten Maureen wirklich das volle Touristenprogramm! Im Gegensatz zu den meisten Touristen kriegte sie jedoch keine klimatisierten Busse und Lunchstopps in überteuerten Restaurants, sondern stinkende Stadtbusse und billige Straßensnacks. Ist zwar vielleicht nicht ganz so komfortabel, dafür aber ein Stück „echtes Ägypten“ ...besonders, wenn man jeden anstrengenden Sightseeing- Tag in einem der vielen, kleinen Straßencafés bei Tee und Shisha ausklingen lässt...

Von Kairo wollten wir runter nach Luxor und da auf dieser Strecke ein Zug verkehrt zogen wir den natürlich den ungemütlichen Bussen vor. Leider wurde daraus nix, weil es für Touristen nicht nur extra Regeln sondern auch noch extra Preise gibt. Von den Regeln wussten wir schon und damit hätten wir leben können, aber dass wir für den in Ägypten ohnehin teuren Zug auch noch das doppelte zahlen sollten, sahen wir nicht ein! Auf der Website von Egypt Railways fanden wir die normalen Preise und gingen davon aus dass wir die auch kriegen würden. Am Ticketschalter am Bahnhof staunten wir nicht schlecht, als uns der Kassierer nicht nur keine 2.Klasse-Tickets verkaufen wollte sondern auch noch für die 1.Klasse statt 90 Pfund 167 Pfund wollte. So nett Ägypter sind, aber manchmal kommt man sich hier echt vor wie eine wandelnde Geldbörse!

Wir ließen das ganze dann und nahmen für 90 Pfund einen VIP Bus nach Luxor.


Kommentare:

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